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Ratgeber anaphylaktischer Schock

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Anaphylaktischer Schock
Diagnose eines anaphylaktischen Schocks

Die Diagnose eines anaphylaktischen Schocks muss schnell erfolgen, da es sich um eine Allergie mit Sofortreaktion handelt. Schon in wenigen Minuten können die Symptome daher sehr schnell voranschreiten und sollten nicht unterschätzt werden, da mögliche Schwellungen im Bereich der Atemwege und ein Kreislaufkollaps große Gefahren bergen. Die ersten Symptome sollte daher der Betroffene selbst wahrnehmen und frühzeitig einen Notarzt anfordern. Die Körperreaktionen sind sehr individuell und können sowohl gleichzeitig als auch nacheinander an unterschiedlichen Körperbereichen auftreten. Eine Diagnose kann daher schwierig sein. Die Abgrenzung zu anderen möglichen Ursachen für Symptome wie Unwohlsein und Juckreiz ist besonders wichtig.

Diagnose eines anaphylaktischen Schocks

Ein anaphylaktischer Schock beginnt meist mit leichteren Beschwerden – Jucken und Brennen an den Handflächen, den Füßen oder dem Genitalbereich können auf eine beginnende Reaktion hinweisen. Hinzu können Angstgefühle, ein metallischer Geschmack im Mund, Kopfschmerzen oder Verwirrung kommen. Meist bleibt dem Arzt nicht viel Zeit für die Deutung der Symptome des anaphylaktischen Schocks und seine Diagnose, da er häufig erst nach Eintreten mehrerer Symptome zur Akutbehandlung hinzugerufen wird.

Zusätzlich wird die Diagnose dadurch erschwert, dass der anaphylaktische Schock sehr schnell, teilweise aber auch zunächst nicht ganz eindeutig und unauffällig stattfinden kann. Insbesondere bei Kindern ist dieser schleichende Beginn trügerisch, da sie die Beschwerden eines anaphylaktischen Schocks häufig nicht eindeutig kommunizieren können. Hier sollten Eltern die Verhaltensweise des Kindes aufmerksam beobachten. Verhalten Kinder sich nach einem befürchteten Kontakt mit einem Allergen unruhig oder ziehen sich zurück, können dies erste Hinweise auf einen beginnenden anaphylaktischen Schock sein.

Meistens ist die Diagnose eines anaphylaktischen Schocks eindeutig

Die Diagnose eines anaphylaktischen Schocks durch den Arzt erfolgt meist anhand der Auswertung der auftretenden Symptome. Zusätzlich kann eine Messung von Puls und Blutdruck erfolgen. Die Information, ob der Patient kurz zuvor mit einem möglichen Allergieauslöser in Kontakt gekommen ist, kann ebenfalls hilfreich bei der Diagnose eines anaphylaktischen Schocks sein.

In den meisten Fällen zeigen sich kurz nach dem Kontakt mit dem Allergen schon Reaktionen der Haut. Juckreiz, Rötungen oder Ödeme auch an Stellen, die keinen Kontakt mit dem auslösenden Allergen hatten, weisen auf einen beginnenden anaphylaktischen Schock hin und können so die Diagnose vereinfachen. Als Frühzeichen für einen anaphylaktischen Schock wird auch ein Reiz an den oberen Atemwegen beschrieben, schwerfälliges Sprechen, Schwellungen der Zunge, des Gaumenzäpfchens oder des Kehlkopfes gehören ebenfalls dazu und können zu einer Blockierung der Atemwege führen, die lebensbedrohlich werden kann. Dazu können Bauchschmerzen und Krämpfe, Übelkeit bis hin zum Erbrechen und Durchfall kommen. Kommt es zu einem tödlichen Verlauf des anaphylaktischen Schocks, liegt dies meist an einer Verengung der Atemwege durch Schwellungen oder an einem Herzversagen.

Bestimmung des Auslösers

Nach der Erstversorgung wird der Arzt für seine Diagnose in der Regel eine Blutuntersuchung durchführen, um die Auslöser der Allergie zu bestimmen. Ist die Diagnose erfolgt, kann insbesondere eine Langzeittherapie dabei helfen, den Patienten vor einem weiteren anaphylaktischen Schock zu bewahren.

Ist die Akutphase des anaphylaktischen Schocks überstanden, sollte darauf geachtet werden, dass es gelegentlich auch nach erfolgreicher Erstbehandlung noch zu einem verzögerten weiteren Verlauf kommen kann, hier treten die Symptome dann oft erst nach sechs bis 24 Stunden auf. Dies liegt meist an einer verzögerten Freisetzung der Allergene. Betroffene sollten daher auch nach gelungener Selbstmedikation einen Arzt aufsuchen beziehungsweise einen Notruf absetzen, um eine genaue Diagnose und damit eine erfolgreiche Langzeitbehandlung zu ermöglichen.

Miriam Schaum

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Der anaphylaktische Schock ist eine gefährliche Überreaktion des Körpers, die medikamentös und unter Aufsicht medizinischen Fachpersonals behandelt werden muss. Patienten sollten gemeinsam mit ihrem Arzt einen Notfallplan aufstellen, wie im Falle eines anaphylaktischen Schocks vorgegangen werden sollte. Eine Schulung der Patienten und ggf. der Angehörigen kann helfen, im Notfall richtig zu reagieren. Betroffene können zu ihrer Sicherheit beitragen, indem sie z. B. eine Übersicht über die möglichen Auslöser aufstellen. Dies kann hilfreich sein, um die Allergene auch im stressigen Alltag zu erkennen. Auch die Einbeziehung des persönlichen Umfeldes, die Information über erste Anzeichen und Kreuzverbindungen zwischen Allergenen, gibt Betroffenen mehr Sicherheit.

Bei einem anaphylaktischen Schock handelt es sich um eine allergische Sofortreaktion, die den gesamten Körper erfasst und potenziell lebensbedrohlich sein kann. Bis zu einem Prozent der Patienten in der Notaufnahme eines Krankenhauses kommen wegen eines anaphylaktischen Schocks in die Klinik. Insbesondere das Gift von Bienen, Penicillin, Erdnüsse, Meeresfrüchte aber auch Weizenmehl können als Auslöser fungieren. Auch in Zeiten von Notfallsets mit Adrenalin-Autoinjektoren, muss die Überreaktion des Immunsystem ärztlich behandelt werden. Die Selbstmedikation ist dennoch wichtig und kann lebensrettend sein. An erster Stelle für den Betroffenen steht das Erkennen der beginnenden Reaktion und des Auslösers.

Ein anaphylaktischer Schock verläuft zu Beginn ähnlich wie eine normale Allergie, angeregt durch eine sehr hohe Dosis eines Allergens, andere Substanzen die eine Allergie hervorrufen können oder auch Stress artet die Reaktion jedoch aus. Histamin und andere Botenstoffe des Körpers werden in großen Mengen freigesetzt und überfordern den Organismus. Die Folge sind Symptome am ganzen Körper, die sich auch auf die Organe und das Herz-Kreislauf-System auswirken können. Dabei kann ein anaphylaktischer Schock sehr unterschiedlich entstehen, Patienten sollten daher auch bei Symptomen, die zunächst nicht eindeutig sind vorsichtig sein und sich frühzeitig Hilfe suchen.